Hochwasserschutz und Übersee-Restaurant in Hamburg

Die Sprinkenhof GmbH plant die Errichtung eines Gebäudes für gastronomische Zwecke am Standort Vorsetzen.
Der Neubau erfolgt im Zusammenhang mit der Errichtung des zweiten Abschnittes der neuen Hochwasserschutzanlage Niederhafen durch den LSBG.
Ähnlich wie der im ersten Abschnitt gegenüber dem City-Sporthafen bereits errichtete Kiosk / Hochbau Ost soll unmittelbar östlich des bisherigen Restaurants Überseebrücke ein dreigeschossiger Neubau mit insgesamt etwa 920m² BGF entstehen und die neue Hochwasserschutzanlage formal ergänzen.

Das untere der geplanten drei Geschosse befindet sich auf Straßenniveau (=EG) und komplettiert den Baukörper der HWS-Anlage. Von der Promenade her stellen sich die beiden oberen Geschosse dann als zweigeschossiger Bau mit auskragendem Obergeschoss dar.
Die äußere Begrenzung des Baukörpers ergibt sich aus dem städtebaulichen Gesamtkonzept und den Schnittstellen zur HWS-Anlage und ist somit ebenso fix wie die innere Struktur mit einer Kernzone parallel zur Straße.


in Zusammenarbeit mit Zaha Hadid Architects, London
Künstlerische Oberleitung studioH2K Architekten
Bauherr Promenade LSBG, Landesbetrieb Strassen, Brücken Gewässer, Hamburg
Bauherr Überseerestaurant Sprinkenhof GmbH
Länge 625m
Fertigstellung 2019
Fotos Piet Niemann
Visualisierung on3


Feuerwehrgerätehaus Kaunitz

Mit dem neuen Feuerwehrgerätehaus entsteht in Kaunitz der Neubau einer zentralen und identitätsstiftenden öffentlichen Einrichtung. Die Architektur muss dieser Bedeutung gerecht werden. Die Analyse der Bestandsgebäude zeigt deutlich, dass nur eine vollständige Neuordnung des zur Verfügung stehenden Grundstücks eine Optimierung der Betriebsabläufe ermöglicht. Das zur Verfügung stehende Grundstück hat einen unregelmäßigen, sich nach Norden hin verjüngenden Zuschnitt. Maßgeblich für die Platzierung des Gebäudes ist die Schaffung der für einen bestmöglichen Betriebsablauf ausgelegten Außenflächen. Durch einen länglichen, an der rückwärtigen Grundstücksgrenze orientierten Baukörpers entstehen zwei unterschiedliche Außenräume mit der Übungsfläche im Nord-Westen und im Osten der Vorplatz mit den Aufstellflächen und der direkten Anbindung an die Alarmausfahrt zur Paderborner Straße hin. Das Gebäude kann komplett umfahren werden, an den nord- und südwestlichen Grundstücksgrenzen werden die Alarmstellplätze angeordnet. Um im Alarm- und Einsatzfall eine kreuzungsfreie An- und Abfahrt zu gewährleisten, sind lediglich jeweils eine Zu- und Abfahrt getrennt auf dem Grundstück geplant. Die Halle und alle weiteren Funktionen bilden einen gemeinsamen kompakten Baukörper, der sich mit seinen Stirnseiten an den seitlichen Grundstücksgrenzen orientiert. Die dadurch entstehende unregelmäßige Geometrie wird aufgenommen in einer Faltung des leicht geneigten Daches, wodurch sich Bezüge zu den unterschiedlich orientierten Satteldächern der umliegenden Bebauung ergeben. Es entsteht ein klar erkennbarer eigenständiger Baukörper, der sich dennoch wie selbstverständlich in die Umgebung einfügt.


Stadtarchiv Greifswald

Der im Umbruch befindliche heterogene Kontext verlangt nach einem klaren, selbstbewussten Bauwerk, das der Bedeutung des Stadtarchivs als Gedächtnis der Hansestadt Greifswald gerecht wird. Wir schlagen dazu einen langgestreckten zweigeschossigen quaderförmigen Baukörper vor, in dessen westlicher, der Straße An den Wurthen zugewandten Stirnseite der Haupteingang und die öffentlichen Funktionen angeordnet sind.

Die halböffentlichen und nicht-öffentlichen Funktionsbereiche entwickeln sich von dort über die Länge des Gebäudes parallel nach Osten. Der Außenraum gliedert sich entsprechend in den halböffentlichen Bereich des Parkplatzes im Süden und den nicht-öffentlichen Ladehof im Norden.

Die drei Funktionsbereiche Besucher, Verwaltung und Magazine sind räumlich und konstruktiv klar voneinander abgegrenzt und jeweils über zwei Ebenen organisiert, die über zwei Erschließungs-kerne an den Stirnseiten des Verwaltungstraktes verbunden sind. Diese Kerne erschließen auch das unter der Verwaltung angeordnete UG, in dem sich Technikräume sowie die Besucher-WCs befinden.

Die klare räumliche Trennung ermöglicht einen bestmöglichen Schutz des Archivgutes gegen unbefugten Zugriff und Feuer. Der Zugang zu den Magazinbereichen erfolgt ausschließlich über die Verwaltung bzw. die Anlieferung. Lediglich das Magazin der Präsenzbibliothek kann auch auf direktem Weg an den Besucherbereich angebunden werden.
Das gesamte Gebäude ist im Innen- und Außenbereich konsequent barrierefrei geplant. Das erhöhte Erdgeschoss wird am Haupteingang über eine rollstuhlgerechte Rampe erreicht. Im Inneren verbindet ein Personenaufzug alle Ebenen.


Erweiterung und Sanierung der ehemaligen Jakobischule zur Martin-Luther-Grundschule in Coesfeld

Ziel des Entwurfs ist die Schaffung einer identitätsstiftenden und zeitgemäßen Grundschule für gemeinsames Lernen, unter Berücksichtigung des unter Denkmalschutz stehenden Bestandsgebäudes aus dem Jahr 1930. Grundlage bei der Neustrukturierung und Funktionsordnung ist die Leitidee zur Verbesserung der Erschließungssituation bei gleichzeitiger Erfüllung der vorgegebenen räumlichen Funktionen mit kleinstmöglichen Eingriffen in den Bestand. Der Neubau soll den Bestand gleichwertig ergänzen, zugleich aber eine eigenständige gestalterische Qualität im Kontrast zur vorhandenen Bebauung besitzen.
Der Neubau sieht einen kompakten dreigeschossigen Baukörper vor, der sich selbstbewusst und zeitgleich sensibel östlich an den Altbau auf dem Grundstück präsentiert. Dabei wird unter Berücksichtigung vorhandener Höhen der Bestandskubatur das bestehende U-förmige Schulgebäude durch Addition des neuen Gebäudes vervollständigt. Ein zwischengeschaltetes dreigeschossiges Verbindungsgebäude mit dem Forum als Vermittler stärkt die unterschiedlichen Charakteristika beider Bereiche und entwickelt zugleich an deren Schnittstelle eine spezifische Architektur, die den Übergang markiert.
Das Zwischenbauwerk mit dem Forum und repräsentativer Erschließung wird als spannender Raum erlebbar gemacht. Der Zwischenraum hat durch seine Konstruktion kaum Berührungspunkte an den Bestand, die bestehende Fassade wird jederzeit visuell erlebbar gemacht. Vorhandene Tür- und Fensteröffnungen werden genutzt, teilweise vergrößert um die Verbindungen zwischen den Gebäudeteilen herzustellen. Eine großzügige Treppenanlage im Zentrum schafft neben einer Verbindung zum Altbau großzügige Aufenthaltsqualität.


Realisierungswettbewerb 2016


Nominierung zum deutschen Lichtdesignpreis 2016

externer Link

Nominierung 2016

 

weitere Informationen

Deutsche Bauzeitschrift, Ausgabe 03/2016, Light+Building Spezial

 

 

 


Neubau des Fachbereichs Maschinenbau und Energietechnik am Campus Wiesenstraße, Technische Hochschule Mittelhessen in Gießen


Städtischer Bau- und Werkstoffhof in Verl

Die Zufahrten von der Erschließungsstraße zum Bauhof und zum Wertstoffhof liegen in direkter Nähe zueinander im Norden des Grundstücks. Zwischen beiden Zufahrten wird ein zentraler, in Nord-Süd-Richtung verlaufender Riegel angeordnet. Dieser enthält, zu den Zufahrten hin orientiert, die Verwaltungs- und Sozialräume des Bauhofs und des Wertstoffhofes. Nach Süden schließen sich weitere geschlossene Räumlichkeiten des Wertstoffhofes sowie räumlich getrennt – die Bully- und Gerätelagerhallen an. Von diesem zentralen Bauteil entwickeln sich die anderen Programmteile unter einem gemeinsamen Dach flügelartig nach Westen und Osten. Am nördlichen Ende schwenkt das Dach zunächst nach Westen und bildet den schon vom Ewersweg aus sichtbaren, zeichenhaften Eingangsbereich zum Wertstoffhof. Von dort setzt sich das Dach nach Süden fort und überdeckt den offenen Bereich der Fahrsilos, welche Rücken an R den können. Am Südende schließen sich nach Osten hin weitere offene und geschlossene Hallen des Bauhofs an. Die Anordnung der einzelnen Funktionen folgt dabei dem Betriebsablauf: Im Norden an der Zufahrt befinden sich die Umkleiden, direkt im Anschluss daran die Bully-Hallen. Es folgen die Lager für Groß- und Kleingeräte und schließlich die Außenflächen und Regallager für Materialien. Damit können alle Vorbereitungen zu einem Arbeitseinsatz auf einer Runde über den Bauhof nacheinander erledigt werden. Das Dach wird unabhängig von den individuellen Anforderungen mit einer einheitlichen lichten Höhe von 6m vorgesehen, so dass alle Nutzungen flexibel angeordnet oder getauscht werden können.


Auslober Stadt Verl
BGF 3.400 qm
einphasiger hochbaulicher Realisierungswettbewerb 2015, 2.Preis


Profil

studioH2K – das sind die Hamburger Architekten Jan Hübener, Niels Kespohl und Enrico Kleinke. Hervorgegangen ist das Büro aus der gemeinsamen Arbeit für Zaha Hadid Architects, zunächst in London, später in der Hamburger Niederlassung, wo sie verantwortlich waren für die Planung und Realisierung einer ganzen Reihe sehr unterschiedlicher, prominenter Bauvorhaben. Prägend für ihre Arbeit ist dabei immer die Umsetzung anspruchsvoller Architektur internationalen Standards im regionalen Kontext. Daneben entstanden immer wieder eigene Pro­jekte in Form von Wettbewerben, Studien und privaten Bau­vorhaben.

Im Sommer 2015 wurde das Büro studioH2K gegründet, mit dem Ziel, aufbauend auf den vielfältigen Erfahrungen, gemeinsam eine Architektur zu entwickeln, die die immer komplexer werdenden Anforderungen angemessen beantwortet. Am Beginn der Auseinandersetzung mit einer Bauaufgabe steht dabei eine detaillierte Analyse der funktionalen, wirtschaftlichen, städtebaulichen, sozialen und kulturellen Rahmenbedingungen. Im engen Dialog mit dem Auftraggeber wird ein Anforderungsprofil erarbeitet und mögliche Lösungsansätze überprüft. Dabei wird die Planung stets als interdisziplinäre Aufgabe begriffen, bei der der Architekt die einzelnen Beiträge zu einer ganzheitlichen Lösung zusammenführt. Ebenso wichtig wie eine klare Konzeption ist eine exzellente Umsetzung. Grundlage dafür ist eine präzise Planung mit der erforderlichen Tiefenschärfe.


Enrico Kleinke

MA Dipl.-Ing. Architekt
HAK Nr. 7772

1976 Geboren in Parchim
1995 Abitur in Stendal
2003 Diplom
2005 Master HS Wismar

Zwischen 2005 bis 2014 war Enrico Kleinke Mitarbeiter bei Zaha Hadid Architects, zunächst in London als Architekt am Neubau der Evelyn Grace Academy / Brixton, sowie an verschiedenen Wettbewerben tätig. Seit Sommer 2007 im Hamburger Büro von Zaha Hadid Architects war er als Projektleiter verantwortlich für eine Villa in Küsnacht/CH, sowie für den Neubau der Halle 3A der NürnbergMesse. Von 2008 bis 2012 war er als stellvertretender Projektarchitekt an der Planung und Umsetzung des Library and Learning Center der WU Wien verantwortlich tätig. Seit Sommer 2015 studioH2K Architekten.