Rettungswache Elmshorn

Ziel des Entwurfs ist der identitätsstiftende Neubau einer Rettungswache mit zusätzlichen Verwaltungs- und Technikbereichen.

Der Entwurf trägt die Leitidee eines zeitgemäßen Gebäudes, der sich urban und thematisch in seine Umgebung einordnet. Neben der Errichtung einer Rettungswache befindet sich zusätzlich eine Büroeinheit mit Verwaltungsflächen im Obergeschoss und erweitern das Gebiet um Nutzungen innerhalb des Sondernutzungsbereichs Klinikums im Rahmen des Gesundheits- und Krankenhauswesens an diesem Standort.

Das Gebäude definiert sich als länglicher, zweigeschossiger Quader. Die Nord-Süd Ausrichtung des Bauvorhabens folgt der Straße, der Agnes-Karll-Allee, von dem der Neubau erschlossen wird. Dabei ist das eigentliche Bauvolumen von der öffentlichen Straße abgerückt. Er strukturiert die für die Rettungswache erforderlichen Außenanlagen in zwei differenzierte Freiraumflächen. Westlich des Gebäudes befindet sich der von der öffentlichen Straße erreichbare PKW-Stellplatz für Mitarbeiter und Anlieferung. Durch den Bauriegel getrennt, liegt der Fahrzeughof östlich des Gebäudes, dessen Ausfahrt über den Privatweg im Norden erfolgt in Richtung Wittenberger Straße. Diese Differenzierung ermöglicht einen sicheren und strukturierten Funktionsablauf der Rettungswache.

Die Länge des Gebäudes definiert sich über die Anzahl der Benötigten Fahrzeuge des Rettungsdienstes, so dass die Organisation der Unterbringung derer, die Fahrzeughalle, formgebend für die Gebäudekubatur ist.

Die Wache schließt sich westlich der Fahrzeughalle an und erweitert diese über die gesamte Längsseite. Hier werden zwei Riegel (mit unterschiedlichen Tragstrukturen) zusammengesetzt. Die Organisation beugt sich hier gänzlich der Nutzung: Die Rettungswache ist erdgeschossig voll funktionsfähig.

Der Höhenversatz, bedingt durch die unterschiedlichen Gebäudeteilhöhen der Fahrzeughalle und der Wache, ist den weiteren Nutzungen für Technik- und Verwaltungsflächen dienlich. Diese befinden sich oberhalb des niedrigeren Wachenteil der Rettungswache im ersten Obergeschoss.

Die Einheit aus den unterschiedlichen Nutzungen findet sich in der Ausgestaltung des Gebäudekörpers in der Homogenität der Kubatur und der architektonischen Ausprägung wieder.


Bauherr Kreis Pinneberg
BGF 2.050 qm
VgV Verfahren 2020
Fertigstellung ca. 2024


Team

Friederike Kießling

Lena Kurzawa

Anais Vivine

Elitsa Paskaleva