Basierend auf den eindeutigen Vorgaben aus Städtebau und maximaler Grundstücksausnutzung wurde ein Baukörper entwickelt, der sich einerseits der herausragenden Positionierung im Stadtbild entsprechend selbstbewusst präsentiert, andererseits in Formensprache und Materialität zurücknimmt, um dem sehr heterogenen Umfeld nachhaltig entgegen zu stehen.
Leitidee des Entwurfes ist zunächst die Formulierung eines massiven Baukörpers auf Grundlage der vorgegebenen Baugrenzen und Geschossigkeit. Aus diesem groben Monolithen werden im zweiten Schritt die Flächen herausgeschnitten, die über die
Abstandsflächen hinausragen. Die Schnittlinien sind dabei so gewählt, dass der Baukörper vier dynamische und gleichberechtigte Fassaden erhält – unabhängig von der Geschossigkeit oder Ausrichtung werden vier Vorderseiten entwickelt.
Das Thema der Subtraktion spiegelt sich in der Materialität der Fassaden wieder: der Grundkörper erhält eine raue und lebendige Ziegelfassade mit flächiger Verfugung, sämtliche “Schnittflächen” hingegen werden durch ein glattes Fassadenmaterial
aus bronzefarbenem Metall als solche gekennzeichnet. Die verschiedenartigen Rücksprünge kreieren auf der einen Seite öffentliche Bereiche wie z.B. Überdachungen im Erdgeschoß und betonen die beiden zu den Plätzen ausgerichteten Gatsronomienutzungen. Auf der anderen Seite bilden die Rücksprünge private Bereiche wie Dachterrassen und Loggien für die Büro- und Wohnnutzungen ab dem 2. Obergeschoß.
Auslober STRABAG Real Estate GmbH
für Schenk+Waiblinger Architekten und a360 Architektur
BGF ca. 5.040 qm
Wettbewerb 2014, 3. Preis