Team
Lena Kurzawa
Anais Vivine
Nils Barth
Niels Kespohl
Enrico Kleinke
Ansatzpunkt unseres Entwurfes für die Feuer- und Rettungswache in Warendorf ist die Schaffung optimaler Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter beider Einrichtungen. Angesichts der großen Mängel im bestehenden Feuerwehrgerätehaus und dessen ungünstiger Lage auf dem Grundstück stellt der Abbruch des gesamten Bestandes und der Neubau beider Gebäude dafür die wirtschaftlichste und nachhaltigste Lösung dar.
Wir schlagen vor, die Fahrzeughallen der Rettungswache und der Feuerwache in zwei zueinander versetzten Riegeln an den westlichen und östlichen Rändern des Grundstücks anzuordnen, so dass zwischen beiden Bauteilen ein großzügiger gemeinsamer Alarmhof entsteht. Der Versatz bewirkt, dass sich die Fahrzeughallen nicht direkt gegenüber liegen und so auch vor den Hallen ausreichende Arbeitsflächen entstehen. Zugleich ergibt sich südlich der Feuerwache ein gut erschlossener Alarmparkplatz mit 61 Stellplätzen. Hinter der Rettungswache liegt die von den Schulungs- und Lehrbereichen in beiden Bauteilen auf kurzem Weg zu erreichende Übungsfläche mit dem Übungsturm. Nach Norden hin wird der Alarmhof durch einen Quertrakt der Feuerwache mit der Waschhalle und Werkstatträumen abgeschlossen. Dieser dient zudem als Lämschutz für die nördlich angrenzende Bebauung. Erweiterungsmöglichkeiten bestehen an den Stirnseiten beider Gebäude.
Beide Gebäude sind als Stahlbeton-Konstruktionen vorgesehen, je nach Struktur als Skelettbau oder als Massivbau. Dies gewährt eine große Robustheit im Betrieb und damit einen begrenzten Aufwand im Unterhalt. Die Außenwände sind monolithisch in Dämmbeton mit Zuschlägen aus Glasschaum-Granulat und rotem Recycling-Schotter geplant. Im Kontrast zur rohen Oberfläche des Betons stehen die filigranen matt-rötlichen Aluminium-Profile der Fenster und Tore. In dieser Kombination aus Robustheit und Präzision findet die Arbeit von Feuerwehr und Rettungswache einen angemessenen Ausdruck.
Zur Kompensation der überwiegend versiegelten Flächen werden die Dachflächen mit extensiver Begrünung versehen. Zugleich besteht hier die Möglichkeit der Aufstellung von Photovoltaik-Anlagen. Auf Dachflächen anfallendes Regenwasser wird nach Bedarf gespeichert und zur Reinigung und zur Bewässerung des Geländes genutzt.
Auslober Stadt Warendorf
BGF 5.564 qm
Nichtoffener Realisierungswettbewerb
studioH2K Architekten – das sind die Hamburger Architekten Niels Kespohl und Enrico Kleinke. Hervorgegangen ist unser Büro aus der gemeinsamen Arbeit für Zaha Hadid Architects in London und Hamburg. Im Mittelpunkt steht für uns die Entwicklung individueller und anspruchsvoller Architektur im regionalen Kontext.
Im Sommer 2014 wurde das Büro studioH2K Architekten gegründet, mit dem Ziel, gemeinsam eine Architektur zu entwickeln, die den immer komplexer werdenden Anforderungen unserer Zeit angemessen begegnet. Am Beginn der Auseinandersetzung mit einer Bauaufgabe steht dabei eine detaillierte Analyse der funktionalen, wirtschaftlichen, städtebaulichen, sozialen, kulturellen und ökologischen Rahmenbedingungen. Im engen Dialog mit dem Auftraggeber wird ein Anforderungsprofil erarbeitet und mögliche Lösungsansätze systematisch untersucht und bewertet.
Dabei verstehen wir Planung als interdisziplinäre Aufgabe, bei der die unterschiedlichen Beiträge aller Beteiligten zu einer ganzheitlichen Lösung zusammengeführt werden. Ebenso wichtig wie eine klare architektonische Konzeption ist deren hochwertige Umsetzung. Grundlage dafür sind eine präzise Planung, ein konsequentes Qualitätsmanagement sowie eine strukturierte Projektorganisation. Ein besonderes Augenmerk legen wir auf die Einhaltung vereinbarter Projektziele hinsichtlich Qualität, Kosten und Terminen. Durch eine vorausschauende Steuerung aller Planungs- und Bauprozesse gewährleisten wir eine hohe Termin- und Kostensicherheit.
Ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeitsweise ist die persönliche Betreuung aller Projekte durch die beiden Geschäftsführer Niels Kespohl und Enrico Kleinke. Von der ersten Analyse und Konzeptentwicklung über die Entwurfs- und Ausführungsplanung bis hin zur Realisierung sind beide Partner aktiv in den gesamten Planungsprozess eingebunden. Durch ihre kontinuierliche Mitarbeit und direkte Erreichbarkeit gewährleisten sie eine hohe planerische Qualität, kurze Entscheidungswege sowie eine verlässliche Kommunikation mit Bauherren, Fachplanern und ausführenden Unternehmen.
In unserer Arbeitsweise schätzen wir kommunikative, offene und verantwortungsvolle Strukturen. Gemeinsam mit unseren Bauherren, Fachplanern und Projektpartnern entwickeln wir Orte mit hoher Aufenthaltsqualität, die Menschen langfristig nutzen, erleben und identifizieren können.
Klimagerechte Architektur, Ressourcenschonung und die digitale Transformation nehmen einen immer größeren Stellenwert in unserer Arbeit ein. Nachhaltigkeit verstehen wir als integralen Bestandteil des Planungsprozesses – von der ersten Konzeptidee bis zur Ausführung. Bereits in frühen Projektphasen berücksichtigen wir Maßnahmen zur Reduzierung von CO₂-Emissionen, zur Optimierung des Ressourceneinsatzes und zur langfristigen Werthaltigkeit von Gebäuden. Unser Ziel ist es, Architektur zu schaffen, die gestalterische Qualität, Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit dauerhaft miteinander verbindet und auch zukünftigen Generationen einen nachhaltigen Mehrwert bietet.
MA Dipl.-Ing. Architekt
HAK Nr. 7772
1976 Geboren in Parchim
1995 Abitur in Stendal
2003 Diplom
2005 Master HS Wismar
Zwischen 2005 bis 2014 war Enrico Kleinke Mitarbeiter bei Zaha Hadid Architects, zunächst in London als Architekt am Neubau der Evelyn Grace Academy / Brixton, sowie an verschiedenen Wettbewerben tätig. Seit Sommer 2007 im Hamburger Büro von Zaha Hadid Architects war er als Projektleiter verantwortlich für eine Villa in Küsnacht/CH, sowie für den Neubau der Halle 3A der NürnbergMesse. Von 2008 bis 2012 war er als stellvertretender Projektarchitekt an der Planung und Umsetzung des Library and Learning Center der WU Wien verantwortlich tätig. Seit Sommer 2015 studioH2K Architekten.
Dipl.-Ing. (FH) Architekt
HAK Nr. 8678
1977 Geboren in Bramsche
1997 Abitur in Bramsche
2005 Diplom FH Oldenburg
Von 2005 war Niels Kespohl Mitarbeiter im Architekturbüro Andreas Schneider in Bremen, zuständig für Wettbewerbe und Ausführungsplanungen von Schulsanierungen. Ab 2006 war er bei blauraum Architekten für Wettbewerbe und Gutachten unterschiedlicher Nutzungen und Größenordnungen tätig. 2008 wechselte Niels Kespohl in das Hamburger Büro von Zaha Hadid Architects und war als projektleitender Architekt verantwortlich für die Hochwasserschutzanlage am Hamburger Niederhafen. Zudem war er an unterschiedlichen nationalen und internationalen Wettbewerben beteiligt. Seit Sommer 2015 studioH2K Architekten.